Mein schmerzfreier Weg zum Stillen (Blogparade „Mein schmerzfreier Stillstart“ von Mama-Baby-Vision)

Anlass dieses Artikels ist die Blogparade von Tabea vom Blog Mama-Baby-Vision. Sie macht einen tollen Blog rund ums Thema Geburt, Schwangerschaft und Wochenbett. Ich möchte Euch von meinem Stillstart mit meiner kleinen Tochter erzählen, die vor neun Monaten auf die Welt gekommen ist.

Das Thema Stillen hat mich während der Schwangerschaft nur mäßig beschäftigt. Für mich war klar: ich werde Stillen. Es ist das Beste für das Kind, es liegt in meiner Natur als Frau, dass ich Stillen kann – also kann ich Stillen. Mein Optimismus war da nicht zu bremsen. Daher habe ich mir im gesunden Rahmen Gedanken zu diesem Thema gemacht: ich informierte mich zu möglichen Stillpositionen, kaufte mir schon während der Schwangerschaft ein bequemes Stillkissen, das zum Schlafen super angenehm war, und erfuhr, dass man die Brustwarzen lieber nicht durch Bürsten auf das Stillen vorbereiten sollte.

      

Das erste Mal Stillen

 

So kam unsere Tochter auf die Welt und erst auf dem Zimmer, ca. drei Stunden nach der Geburt, kam ich auf die Idee, das Kind mal anzulegen. Natürlich wusste ich, dass man früh anlegen sollte, aber irgendwie war im Kreissaal noch alles so neu und aufregend, dass wir erst im Zimmer wirklich zur Ruhe kamen. Glücklicherweise half mir eine Kinderkrankenschwester beim ersten Mal, denn obwohl ich wusste, dass das Kind möglichst viel Brust in den Mund nehmen sollte, damit es gut saugen kann, war ich dann doch etwas unsicher. Und eigentlich war es so, wie ich es erwartet hatte und es klappte auf Anhieb sehr gut. Unsere Tochter hatte immer großen Hunger, jedenfalls ging ihr Mund immer weit auf und ich nannte sie in diesen Momenten liebevoll Piranha.

 

Im Krankenhaus hielten sie mich dazu an, alle vier Stunden zu stillen, damit der Milcheinschuss kam. Das habe ich dann gemacht, es war ganz schön anstrengend. Besonders, weil sie gerne schlief und ich sie immer erst einmal wecken musste und auch beim Stillen immer wieder einschlief. Aber ich boxte mich durch und so dauerte ein Stillvorgang schon mal seine ein bis zwei Stunden, bis ich sie geweckt und gestillt hatte. Als wir zuhause waren legte ich diesen strengen Rhythmus sofort ab und stillte nur noch nach Bedarf. Nur, wenn ich das Gefühl hatte, dass sie besonders lange nichts mehr getrunken hatte, gab ich ihr die Brust. Die sie dann auch immer gerne nahm. Wobei ich das anfänglich strenge Stillen nach Uhr im Nachhinein schon sinnvoll fand, um überhaupt in einen Rhythmus zu kommen und die Milchproduktion in Gang zu setzen.

 

Wie klappt’s mit dem Stillen?“

 

Die häufigste Frage in den ersten Tagen und Wochen war: „Wie klappt’s mit dem Stillen?“ Und irgendwie hatte ich den Eindruck alle wollten, dass es nicht klappt, aber hey, es klappte. So ganz ohne Probleme. Der Milcheinschuss kam, ganz ohne Busenexplosion. Ich hatte keine wunden Brustwarzen, achtete aber auch darauf, dass sie genug Brust im Mund hatte und ich hatte einfach Geduld. Ich glaube das sind die größten Probleme, die fehlende Geduld der Mütter und oftmals auch die Unwissenheit über das Stillen.

 

Mittlerweile stille ich seit neun Monaten. Hatte zwischenzeitlich zwei kleinere Milchstaus, die ich aber einfach ausmassieren konnte. Auch mit den ersten Zähnchen kamen die Beissversuche an meiner Brust die schmerzhaft waren, aber dennoch stille ich fast immer noch voll. Auch weil das Thema B(r)eikost einfach irgendwie schwierig ist. Stillen ist so schön einfach, anlegen, wenn sie Hunger hat und fertig. Nun muss Essen gekocht werden, aber sie verträgt noch nicht alles, der Stuhlgang wird zäh und so weiter und so fort. Momentan habe ich vor, dass ich sie um den ersten Geburtstag abstille, aber wer weiß, wohin uns diese Reise noch führt, denn

 

"Stillen ist Nahrung für Körper und Seele."

 

(Dora Schweitzer)

 

 
 PS.: Liebesmama hat ebenfalls an der Blogparade teilgenommen und einen eindrücklichen Bericht über ihre erste Stillzeit geschrieben.

 

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